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Foto : Roman Gerike

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Foto : Lars Gruber

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Foto : Lars Gruber

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Foto : Lars Gruber

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Foto : Lars Gruber

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Foto : Jan Kaiser

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Foto : Jan Kaiser

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Foto : Lars Gruber

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Foto : Lars Gruber

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Foto : Lars Gruber

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Foto : Lars Gruber

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Das Kreisler

Das Kreisler

Räumliche Kontinuität und vertikale Vernetzung.

Die neue Deutschlandzentrale von Nestlé, das „Kreisler“ Frankfurt, steht für eine zeitgemäße und umweltbewusste Unternehmensarchitektur am südlichen Eingang zum Frankfurter Bahnhofsviertel. Der zwölfgeschossige Bau vermittelt mit seiner gestaffelten Baumasse zwischen den vorgefundenen städtebaulichen Maßstäben. Im Inneren bildet die skulpturale über alle Geschosse offene „DNA-Treppe“ das räumliche Rückgrat einer offenen und flexiblen Arbeitswelt, die auf Dialog und Austausch ausgerichtet ist.

Städtebauliche Einbindung und Vermittlung der Maßstäbe — Ausgehend von einem siebengeschossigen Sockel staffelt sich der Kreisler zu einem zwölfgeschossigen Hochpunkt am Baseler Platz und fügt sich so in den städtischen Kontext ein. Seine geschwungene Form folgt dem Straßenverlauf, nimmt die Traufhöhen der Nachbarbebauung auf und entwickelt mit zunehmender Höhe einen neuen städtebaulichen Maßstab. Entlang der Baseler Straße führt eine vorgelagerte Arkade die bestehende Arkadenfolge vom Frankfurter Hauptbahnhof in Richtung Platz fort. Gemeinsam mit dem gerundeten Eckbaukörper stellt sie einen räumlichen Bezug zum gegenüberliegenden Baseler Oval her. Im Zusammenspiel von gestaffelter Kubatur, geschwungener Form und horizontalen Auskragungen vermittelt der Kreisler zwischen der kleinteiligen Struktur des Bahnhofsviertels und der großmaßstäblicheren Bebauung zum Mainufer hin.

Geschwungene Form und räumliche Kontinuität — Die gerundete Geometrie des Baukörpers setzt sich im Inneren fort und prägt eine durchgängige architektonische Sprache. Horizontale Bänder fassen die Glasfassade, folgen ihrem geschwungenen Verlauf und verleihen dem Baukörper einen bandartigen Charakter, der seine horizontale Gliederung betont. Im Inneren bestimmt dieselbe Geometrie das Foyer und die Erschließungsbereiche: Gerundete Wände und Brüstungen sowie fließende Übergänge lösen scharfe Ecken auf. Diese wiederkehrende Formensprache verbindet Außen- und Innenraum und trägt die geschwungene städtebauliche Figur des Gebäudes bis in die Arbeitswelt hinein.

Flexible Arbeitswelten und vertikale Vernetzung — Der Kreisler verbindet horizontale Flexibilität mit vertikaler Vernetzung und schafft damit Raum für zunehmend anpassungsfähige und kollaborative Arbeitsformen. Ein regelmäßiges Fassaden- und Planungsraster ermöglicht unterschiedliche Raumkonzepte auf den Büroetagen – von Zellenbüros über offene Bürolandschaften bis hin zu tätigkeitsorientierten Arbeitsumgebungen. Transparente Besprechungsräume, Lounges und gemeinschaftlich genutzte Bereiche ermöglichen den Wechsel zwischen individueller Arbeit und Zusammenarbeit. Die vertikale Vernetzung erfolgt über ein offenes Atrium, das sich durch alle 12 Geschosse erstreckt. In seinem Zentrum liegt die skulpturale „DNA-Treppe“. Auf jeder Ebene mündet der offene Bewegungsraum auf der einen Seite in eine als großzügiger Marktplatz gestaltete Teeküche und auf der anderen Seite in flexible Besprechungsräume. So bündeln sich gemeinschaftliche Funktionen entlang der Erschließung und schaffen Gelegenheiten für informelle Begegnungen. Über ihre Funktion als vertikale Verbindung hinaus bildet die Treppe das kommunikative Rückgrat des Gebäudes und stellt direkte Sichtbeziehungen zwischen den Geschossen her. Die so entstehende Arbeitswelt übersetzt die Unternehmenswerte – Flexibilität, Dialog, Offenheit und Transparenz – in räumliche Qualitäten. Sie schafft einen Rahmen für Austausch und Zusammenarbeit, der die Frankfurter Wurzeln des Unternehmens mit seiner Zukunft verbindet.

Arbeitsplätze im Freien und ökologische Gebäudequalität — Durch die Staffelung der oberen Geschosse entstehen rund 2.170 Quadratmeter Terrassenflächen. Große Teile davon sind als begrünte Arbeits- und Pausenbereiche im Freien mit Blick über Frankfurt gestaltet. Das Pflanzkonzept setzt auf Biodiversität und einen geringen Bewässerungsbedarf: Gräser, Stauden und Kräuter sind auf die exponierten Bedingungen der Dachlandschaft abgestimmt. Das LEED-Gold-zertifizierte Gebäude verfügt über öffenbare Fenster an sämtlichen Fassaden, Hybrid-Kühlsegel in den Bürobereichen und eine dezentrale Lüftung für innen liegende Räume. In die Doppelfassade sind lichtlenkende RETROLux-Lamellen als Sonnen- und Blendschutz integriert, deren PVD-Beschichtung einen Gesamtreflexionsgrad von bis zu 96 Prozent erreicht. Der Fassadenzwischenraum ist so ausgelegt, dass seine Temperatur auch unter Spitzenbedingungen nicht überhitzt. Die Lamellen lenken die Sonnenstrahlung zurück zum Himmel, anstatt sie in den Straßenraum zu reflektieren. Gemeinsam mit den auskragenden Geschossbändern verringert dieses Konzept die Auswirkungen der von der Glasfassade ausgehenden Reflexionen auf das städtische Mikroklima und erhält zugleich die Tageslichtversorgung und natürliche Lüftungsmöglichkeit der Arbeitsplätze.

Bauherr
CQ Baseler Straße VerwaltungsGmbH
Standort
Baseler Straße 46-48, Frankfurt am Main
Zeitraum
2020-2024
Aufgabe
Entwurfs-, Ausführungsplanung und gestalterische Überwachung LPH 1 – 5 HOAI
Typ
Arbeiten
Status
Gebaut
Fakten
– BGF 28.800 m²
– BRI 111.230 m³
– Nutzflächen 19.400 m²
– Tiefgarage mit 65 Stellplätzen
– Hochhaus 12 Geschosse
– LEED-Zertifizierung



Bauherr
CQ Baseler Straße VerwaltungsGmbH
Standort
Baseler Straße 46-48, Frankfurt am Main
Zeitraum
2020-2024
Aufgabe
Entwurfs-, Ausführungsplanung und gestalterische Überwachung LPH 1 – 5 HOAI
Typ
Arbeiten
Status
Gebaut
Fakten
– BGF 28.800 m²
– BRI 111.230 m³
– Nutzflächen 19.400 m²
– Tiefgarage mit 65 Stellplätzen
– Hochhaus 12 Geschosse
– LEED-Zertifizierung


Das Kreisler

Die neue Deutschlandzentrale von Nestlé, das „Kreisler“ Frankfurt, steht für eine zeitgemäße und umweltbewusste Unternehmensarchitektur am südlichen Eingang zum Frankfurter Bahnhofsviertel. Der zwölfgeschossige Bau vermittelt mit seiner gestaffelten Baumasse zwischen den vorgefundenen städtebaulichen Maßstäben. Im Inneren bildet die skulpturale über alle Geschosse offene „DNA-Treppe“ das räumliche Rückgrat einer offenen und flexiblen Arbeitswelt, die auf Dialog und Austausch ausgerichtet ist.

Städtebauliche Einbindung und Vermittlung der Maßstäbe — Ausgehend von einem siebengeschossigen Sockel staffelt sich der Kreisler zu einem zwölfgeschossigen Hochpunkt am Baseler Platz und fügt sich so in den städtischen Kontext ein. Seine geschwungene Form folgt dem Straßenverlauf, nimmt die Traufhöhen der Nachbarbebauung auf und entwickelt mit zunehmender Höhe einen neuen städtebaulichen Maßstab. Entlang der Baseler Straße führt eine vorgelagerte Arkade die bestehende Arkadenfolge vom Frankfurter Hauptbahnhof in Richtung Platz fort. Gemeinsam mit dem gerundeten Eckbaukörper stellt sie einen räumlichen Bezug zum gegenüberliegenden Baseler Oval her. Im Zusammenspiel von gestaffelter Kubatur, geschwungener Form und horizontalen Auskragungen vermittelt der Kreisler zwischen der kleinteiligen Struktur des Bahnhofsviertels und der großmaßstäblicheren Bebauung zum Mainufer hin.

Geschwungene Form und räumliche Kontinuität — Die gerundete Geometrie des Baukörpers setzt sich im Inneren fort und prägt eine durchgängige architektonische Sprache. Horizontale Bänder fassen die Glasfassade, folgen ihrem geschwungenen Verlauf und verleihen dem Baukörper einen bandartigen Charakter, der seine horizontale Gliederung betont. Im Inneren bestimmt dieselbe Geometrie das Foyer und die Erschließungsbereiche: Gerundete Wände und Brüstungen sowie fließende Übergänge lösen scharfe Ecken auf. Diese wiederkehrende Formensprache verbindet Außen- und Innenraum und trägt die geschwungene städtebauliche Figur des Gebäudes bis in die Arbeitswelt hinein.

Flexible Arbeitswelten und vertikale Vernetzung — Der Kreisler verbindet horizontale Flexibilität mit vertikaler Vernetzung und schafft damit Raum für zunehmend anpassungsfähige und kollaborative Arbeitsformen. Ein regelmäßiges Fassaden- und Planungsraster ermöglicht unterschiedliche Raumkonzepte auf den Büroetagen – von Zellenbüros über offene Bürolandschaften bis hin zu tätigkeitsorientierten Arbeitsumgebungen. Transparente Besprechungsräume, Lounges und gemeinschaftlich genutzte Bereiche ermöglichen den Wechsel zwischen individueller Arbeit und Zusammenarbeit. Die vertikale Vernetzung erfolgt über ein offenes Atrium, das sich durch alle 12 Geschosse erstreckt. In seinem Zentrum liegt die skulpturale „DNA-Treppe“. Auf jeder Ebene mündet der offene Bewegungsraum auf der einen Seite in eine als großzügiger Marktplatz gestaltete Teeküche und auf der anderen Seite in flexible Besprechungsräume. So bündeln sich gemeinschaftliche Funktionen entlang der Erschließung und schaffen Gelegenheiten für informelle Begegnungen. Über ihre Funktion als vertikale Verbindung hinaus bildet die Treppe das kommunikative Rückgrat des Gebäudes und stellt direkte Sichtbeziehungen zwischen den Geschossen her. Die so entstehende Arbeitswelt übersetzt die Unternehmenswerte – Flexibilität, Dialog, Offenheit und Transparenz – in räumliche Qualitäten. Sie schafft einen Rahmen für Austausch und Zusammenarbeit, der die Frankfurter Wurzeln des Unternehmens mit seiner Zukunft verbindet.

Arbeitsplätze im Freien und ökologische Gebäudequalität — Durch die Staffelung der oberen Geschosse entstehen rund 2.170 Quadratmeter Terrassenflächen. Große Teile davon sind als begrünte Arbeits- und Pausenbereiche im Freien mit Blick über Frankfurt gestaltet. Das Pflanzkonzept setzt auf Biodiversität und einen geringen Bewässerungsbedarf: Gräser, Stauden und Kräuter sind auf die exponierten Bedingungen der Dachlandschaft abgestimmt. Das LEED-Gold-zertifizierte Gebäude verfügt über öffenbare Fenster an sämtlichen Fassaden, Hybrid-Kühlsegel in den Bürobereichen und eine dezentrale Lüftung für innen liegende Räume. In die Doppelfassade sind lichtlenkende RETROLux-Lamellen als Sonnen- und Blendschutz integriert, deren PVD-Beschichtung einen Gesamtreflexionsgrad von bis zu 96 Prozent erreicht. Der Fassadenzwischenraum ist so ausgelegt, dass seine Temperatur auch unter Spitzenbedingungen nicht überhitzt. Die Lamellen lenken die Sonnenstrahlung zurück zum Himmel, anstatt sie in den Straßenraum zu reflektieren. Gemeinsam mit den auskragenden Geschossbändern verringert dieses Konzept die Auswirkungen der von der Glasfassade ausgehenden Reflexionen auf das städtische Mikroklima und erhält zugleich die Tageslichtversorgung und natürliche Lüftungsmöglichkeit der Arbeitsplätze.

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